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Das private Blog von Robert Riebisch

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Großer Bruder für mein ThinkPad R500

Eingetragen: 19.02.2021 18:15

Mein bisheriges ThinkPad R500 (Type 2714-9VG) kommt so langsam in die Jahre. Schließlich stammt es aus 2009. Also habe ich mir jetzt ein weiteres R500 "auf Halde gelegt". Man weiß ja schließlich nie…

Warum aber nun "großer Bruder"? Das "neue" (Type 2732-6AG) hat ein "Wide Super XGA+ Display" mit einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixeln sowie eine ATI Radeon HD3470 mit 128 MB eigenem Speicher. – Im Lieferumfang war neben dem 90-W-Netzteil auch noch ein ThinkPad Essential Port Replicator (Type 2505). Eine Festplatte oder SSD war aber nicht (mehr) eingebaut.

Für 75 Euro inkl. Versand kann man das mal machen, zumal alle USB-Buchsen einwandfrei sind und die Tastatur wie neu wirkt. Offenbar wurde das ThinkPad ausschließlich in zusammengeklapptem Zustand in der Dockingstation betrieben.

Benchmark 2. SSD im ThinkPad R500

Eingetragen: 01.02.2021 22:32

Der frisch erworbene Salcar-Festplattenrahmen/-caddy muss hinsichtlich seiner Performance natürlich untersucht werden.
Darum genau geht's in diesem Beitrag.

Testumgebung

SanDisk vs. Toshiba

SanDisk SSD Plus 240 GB via Salcar

Zuerst im Salcar-Caddy die SanDisk, weil ich sie für den Einsatz dort auch vorgesehen habe:

CrystalDiskMark 3.0.3 für SanDisk SSD Plus 240 GB via Salcar on R500, XPP

ATTO Disk Benchmark 2.47 für SanDisk SSD Plus 240 GB via Salcar on R500, XPP

Wie sind die obigen Ergebnisse einzordnen?
Testen wir dazu doch mal die SSD, auf der sich u. a. das Betriebssystem befindet.

Toshiba Q Series Pro 256 GB

Die Toshiba befindet sich dafür am regulären Einbauplatz für HDD1.

CrystalDiskMark 3.0.3 für Toshiba Q Series Pro 256 GB on R500, XPP

ATTO Disk Benchmark 2.47 für Toshiba Q Series Pro 256 GB on R500, XPP

Die SanDisk erreicht im Salcar-Rahmen also fast die Geschwindigkeit meiner System-SSD.
Auffällig ist aber, dass die SanDisk bei Transfergrößen unter 4 KB teilweise doppelt so schnell wie die Toshiba ist.

SanDisk vs. Crucial via GMYLE

Zum Vergleich, welche Geschwindigkeit mein bisheriges Setup ohne den Salcar-Caddy erreichte. Dafür steckt die SanDisk im Sharkoon-Gehäuse, das an der GMYLE-Express-Card angeschlossen ist.

SanDisk via GMYLE & Sharkoon

CrystalDiskMark 3.0.3 für SanDisk SSD Plus 240 GB via GMYLE on R500, XPP

ATTO Disk Benchmark 2.47 für SanDisk SSD Plus 240 GB via GMYLE on R500, XPP

Crucial via GMYLE & Sharkoon

Die Crucial BX100 erreicht im selben Gehäuse eine ähnliche Leistung wie die SanDisk.

CrystalDiskMark 3.0.3 für Crucial BX100 250 GB via GMYLE on R500, XPP

ATTO Disk Benchmark 2.47 für Crucial BX100 250 GB via GMYLE on R500, XPP

Crucial via GMYLE & inateck

Das inateck-Gehäuse macht die Angelegenheit nicht schneller. Der begrenzende Faktor ist also entweder die GMYLE-Karte oder die Anbindung des Express-Card-Steckplatzes im R500.

CrystalDiskMark 3.0.3 für Crucial BX100 250 GB via GMYLE & inateck on R500, XPP

ATTO Disk Benchmark 2.47 für Crucial BX100 250 GB via GMYLE & inateck on R500, XPP

Fazit

Die SanDisk erreicht im Salcar-Caddy eine Transferrate von 252/284 MB pro Sekunde gegenüber 110/73 MB pro Sekunde im externen Gehäuse. – Not bad for ten bucks only! :-)

Da werden sich meine virtuellen Maschinen aber freuen. Und evtl. gönne ich mir noch einen zweiten Rahmen, um meine Datensicherung deutlich zu beschleunigen.

Zweite SSD im ThinkPad R500

Eingetragen: 01.02.2021 22:32

Ich brauche mehr Speicherplatz! Auf meiner 256 GB großen Toshiba-SSD aus dem Artikel SSD für mein ThinkPad R500 sind nur noch 14 GB frei. – Neu kaufen? Nee, ich habe doch noch zwei beinahe jungfräuliche SSDs mit 240 GB (SanDisk) bzw. 250 GB (Crucial) hier liegen.

Also kurz gegoogelt, ob man in das R500 eine zweite Festplatte einbauen kann. Man kann! Dann eBay und Amazon nach Angeboten durchforstet und letztlich den Salcar - 2.HDD/SSD SATA 3.0 (SATA III) Festplattenrahmen Caddy für 12,7mm SATA 2,5 Zoll Festplatte (Aluminium) (Amazon.de Affiliate Link) für 10 Euro bestellt.

Vermutlich baugleiche Adapter gibt es auch unter anderen Namen, wie z. B. tinxi, Poppstar, Neuftech oder CODIRATO. Wichtig für das R500 ist, dass der Rahmen 12,7 mm hoch sein muss.

Einbau

Das vorhandene optische Laufwerk entfernen, die SSD vorsichtig in den Rahmen stecken, die Schrauben anziehen, den Rahmen ins R500 stecken. Stopp! Das passt nicht.

Heimwerken

Der Blende des Rahmens fehlt auf der einen Seite eine Aussparung. Salcar schreibt dazu, dass das mitunter vorkommen kann und man doch bitte den Rahmen des optischen Laufwerks an den Festplattenrahmen umbauen soll. Wie? Darüber schweigt sich Salcar aus. Das war mir zu heikel, da Haltenasen aus Plastik schnell brechen. Außerdem will ich das optische Laufwerk mitunter auch noch verwenden. Wäre ohne Blende dann hässlich.

Die Lösung war ein besonders scharfer Seitenschneider namens Xuron 170-II Micro-Shear Flush Cutter (Amazon.de Affiliate Link) aus meiner Werkzeugkiste. Mit diesem habe ich vorsichtig Stück für Stück nach Augenmaß die Aussparung in die Blende geschnitten. Das Ergebnis ist unten rechts zu sehen. Zum Vergleich links unten das optische Laufwerk.

x

Neuer Einbauversuch

Klappt! Es ist nicht perfekt, weil die Blende einfach zu dünn ist. Außerdem ist sie mit "DVD-RW" beschriftet. Aber insgesamt, denke ich, ganz passabel für eine 10-Euro-Lösung.

Salcar-Festplattenrahmen eingebaut in ThinkPad R500

Das zuvor eingebaute optische Laufwerk schloss hingegen bündig mit dem Rest des Gehäuses ab.

Optisches Laufwerk des ThinkPad R500

Fazit

Der Kauf des Rahmens war eine sehr gute Entscheidung. Siehe Artikel Benchmark 2. SSD im R500

Ich bin immer wieder positiv überrascht, was man mit dem mittlerweile 11 Jahre alten R500 noch anstellen kann.

Der Morgen

Eingetragen: 01.02.2021 22:31

Mal was ganz Neues. Ein selbst gedichtetes Kurzgedicht:

Es ist kalt
Und es windet.
Ob sich wohl jemand findet,
Der sich den Weg zum Bäcker schindet?

Geschwindigkeitstest USB-WLAN-Adapter EDIMAX EW-7811UAC

Eingetragen: 20.12.2020 12:53

Zusätzlich zum bereits veröffentlichten Kurztest wollte ich den EDIMAX hinsichtlich seiner Performance untersuchen. Im Artikel Geschwindigkeit im Netzwerk testen: iperf auf der Synology DiskStation auf Caschys Blog fand ich eine gute Anleitung dafür.

Ich lasse den EDIMAX gegen den integrierten WLAN-Adapter meines Thinkpad R500 antreten.

Testumgebung

  1. Laptop Lenovo ThinkPad R500 mit Windows XP Professional x86 SP3
  2. Integrierter WLAN-Adapter Intel WiFi Link 5100 AGN
  3. USB-WLAN-Adapter EDIMAX EW-7811UAC
  4. iperf-3.1.3-win32.zip von https://iperf.fr/iperf-download.php
  5. Synology DiskStation DS116
  6. iperf_armada38x-6.2_3.7-1.spk von http://www.jadahl.com/iperf-arp-scan/DSM_6.2/
  7. PuTTY für die SSH-Verbindung zur DiskStation.
  8. Die DS116 ist per Netzwerkkabel mit dem Gigabit-Anschluss der FRITZ!Box 7490 verbunden.
  9. Die Entfernung vom R500 zur FRITZ!Box beträgt ca. 3 m mit einer Tür dazwischen.

Testergebnisse

Intel WiFi Link im 2,4-GHz-Netz

$ iperf3.exe -c diskstation -t 30 -i 5
Connecting to host diskstation, port 5201
[  4] local 192.168.85.23 port 1712 connected to 192.168.85.85 port 5201
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-5.00   sec  21.3 MBytes  35.7 Mbits/sec
[  4]   5.00-10.00  sec  22.5 MBytes  37.8 Mbits/sec
[  4]  10.00-15.00  sec  21.0 MBytes  35.2 Mbits/sec
[  4]  15.00-20.00  sec  21.4 MBytes  35.9 Mbits/sec
[  4]  20.00-25.00  sec  21.8 MBytes  36.6 Mbits/sec
[  4]  25.00-30.00  sec  17.7 MBytes  29.7 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-30.00  sec   126 MBytes  35.2 Mbits/sec                  sender
[  4]   0.00-30.00  sec   126 MBytes  35.2 Mbits/sec                  receiver

iperf Done.

Intel WiFi Link im 5-GHz-Netz

$ iperf3.exe -c diskstation -t 30 -i 5
Connecting to host diskstation, port 5201
[  4] local 192.168.85.23 port 1754 connected to 192.168.85.85 port 5201
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-5.00   sec  25.8 MBytes  43.2 Mbits/sec
[  4]   5.00-10.00  sec  27.5 MBytes  46.1 Mbits/sec
[  4]  10.00-15.00  sec  26.5 MBytes  44.4 Mbits/sec
[  4]  15.00-20.00  sec  24.7 MBytes  41.5 Mbits/sec
[  4]  20.00-25.00  sec  28.6 MBytes  48.0 Mbits/sec
[  4]  25.00-30.00  sec  27.3 MBytes  45.7 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-30.00  sec   160 MBytes  44.8 Mbits/sec                  sender
[  4]   0.00-30.00  sec   160 MBytes  44.8 Mbits/sec                  receiver

iperf Done.

EDIMAX im 2,4-GHz-Netz

$ iperf3.exe -c diskstation -t 30 -i 5
Connecting to host diskstation, port 5201
[  4] local 192.168.85.16 port 1803 connected to 192.168.85.85 port 5201
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-5.00   sec  40.7 MBytes  68.3 Mbits/sec
[  4]   5.00-10.00  sec  33.7 MBytes  56.6 Mbits/sec
[  4]  10.00-15.00  sec  37.7 MBytes  63.3 Mbits/sec
[  4]  15.00-20.00  sec  46.1 MBytes  77.3 Mbits/sec
[  4]  20.00-25.00  sec  43.9 MBytes  73.7 Mbits/sec
[  4]  25.00-30.00  sec  43.9 MBytes  73.6 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-30.00  sec   246 MBytes  68.8 Mbits/sec                  sender
[  4]   0.00-30.00  sec   246 MBytes  68.8 Mbits/sec                  receiver

iperf Done.

EDIMAX im 5-GHz-Netz

$ iperf3.exe -c diskstation -t 30 -i 5
Connecting to host diskstation, port 5201
[  4] local 192.168.85.16 port 1832 connected to 192.168.85.85 port 5201
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-5.00   sec  49.7 MBytes  83.4 Mbits/sec
[  4]   5.00-10.00  sec  57.8 MBytes  96.9 Mbits/sec
[  4]  10.00-15.00  sec  59.1 MBytes  99.1 Mbits/sec
[  4]  15.00-20.00  sec  58.1 MBytes  97.4 Mbits/sec
[  4]  20.00-25.00  sec  58.2 MBytes  97.6 Mbits/sec
[  4]  25.00-30.00  sec  61.6 MBytes   103 Mbits/sec
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
[ ID] Interval           Transfer     Bandwidth
[  4]   0.00-30.00  sec   344 MBytes  96.3 Mbits/sec                  sender
[  4]   0.00-30.00  sec   344 MBytes  96.3 Mbits/sec                  receiver

iperf Done.

Nach vollzogenen Tests sollte der Server-Modus von iperf auf der Synology wieder beendet werden. Dazu in der SSH-Terminalsitzung einfach pkill iperf eingeben.

Fazit

Ich finde, knapp 69 Mbit/s vs. 35 Mbit/s im 2,4-GHz-Netz und 96 Mbit/s vs. 45 Mbit/s sprechen eine deutliche Sprache. Der überlegene Gewinner heißt demzufolge EDIMAX EW-7811UAC (Amazon.de Affiliate Link).

Kurztest USB-WLAN-Adapter EDIMAX EW-7811UAC

Eingetragen: 20.12.2020 11:45

Für den Netzwerkzugriff eines neuen Desktop-PCs sollte aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine WLAN-Verbindung eingerichtet werden. Der PC selbst hat jedoch kein WLAN an Bord. Ich wollte einen Adapter mit separater Antenne. Ich entschied mich für den EDIMAX aufgrund seines Preises und der positiven Bewertungen bei Amazon.de.

Produktfoto USB-WLAN-Adapter EDIMAX EW-7811UAC

Inbetriebnahme

Windows XP x86

Es kommt erneut mein Lenovo ThinkPad R500 zum Einsatz.

  1. EDIMAX-Downloads-Seite aufrufen.
  2. Aus dem Menü Privatanwendung » WLAN Adapter » EW-7811UAC auswählen.
  3. Version 1.0.2.3 vom 28. August 2018 für Windows XP/Vista/7/8/8.1/10 herunterladen. (Die dortige Größenangabe „125.85 KB“ ist jedoch falsch. Das Archiv ist 53,4 MB groß! Ein „klitzekleiner“ Unterschied.)
  4. Datei EW-7811UTC_UAC_DAC_USC_Windows_Driver_1.0.2.3.zip entpacken. (Das sind weitere 117 MB.)
  5. Erst jetzt den EDIMAX an einen freien USB-Anschluss des Laptops/PCs anstecken.
  6. Mit dem Windows-Hardwareupdate-Assistent „Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren“ und den Pfad D:\Download\EW-7811UTC_UAC_DAC_USC_Windows_Driver_1.0.2.3\RTWLANU_Driver\WinXP angeben.
  7. Festplatte aufräumen nicht vergessen!

Notizen: Die beigelegte CD enthält die Datei rtwlanu_XP.sys in der Version 1030.2.731.2015. Die Versionsnummer der rtwlanu_XP.sys von der EDIMAX-Seite lautet 1030.25.701.2017. Der Windows-Geräte-Manager zeigt für meinen Adapter VID_7392 und PID_A812.

Windows 10 Pro x64

Windows 10 installiert ohne Treiber-Download nach dem Einstecken automatisch den richtigen Treiber.

Verwendung

Der EDIMAX-Adapter ließ sich unter beiden Betriebssystemen problemlos sowohl mit dem 2,4-GHz- als auch mit dem 5-GHz-Drahtlosnetzwerk meiner FRITZ!Box 7490 (Amazon.de Affiliate Link) verbinden. Die Verbindung war jederzeit stabil. Als Verbindungsgeschwindigkeit wurde von Windows 150 Mbit/s bzw. 390-433 Mbit/s angezeigt.

Einen Geschwindigkeitstest habe ich hier vorgenommen.

Mein Fazit

Auch wenn das Treiberpaket ganz schön fett ist, bekommt der EDIMAX EW-7811UAC (Amazon.de Affiliate Link) von mir eine klare Kaufempfehlung.

Update des Adobe Flash Players "killt" meine Installation des Dreamweaver 3.0

Eingetragen: 19.12.2020 17:38

Nicht gänzlich neu dürfte die Information sein, dass ich ein Faible für alte Software habe. So verwende ich beispielsweise für die Wartung meiner Webseite BTTR Software immer noch den Macromedia Dreamweaver 3.0 aus dem Jahre 1999. Wieso? Weil ich mich daran gewöhnt habe. Hätte ich ihn aber nicht, würde ich vermutlich auch mit einem Texteditor wie z. B. Notepad2 auskommen.

Heute wollte ich eine Änderung an meiner Webseite vornehmen und startete dazu Dreamweaver. Statt der gewohnten Programmoberfläche begrüßte mich ein Dialog, der mich aufforderte, meine Lizenzdaten einzugeben. Gesagt, getan. Doch die Oberfläche sah immer noch ungewohnt aus. Meine definierten Sites und auch alle anderen Einstellungen waren plötzlich verschwunden.

Screenshot Macromedia Dreamweaver-Serialisierung

Also prüfte ich, wo Dreamviewer seine Einstellungen speichert. Hauptsächlich in der Windows-Registry in den Zweigen HKCU\Software\Macromedia\Dreamweaver 3 und HKLM\SOFTWARE\Macromedia\Dreamweaver\3. Ich schaute mir einige Schlüssel dort an und meine Annahme, dass sich der Dreamweaver auf Werkseinstellungen zurückgesetzt hatte, bestätigte sich. Aber wieso tat er das nach 11 Jahren auf diesem Rechner plötzlich? Naja, gucken wir mal ins Backup. Also mittels Drive Snapshot die letzte Sicherung als Laufwerk gemountet und temporär die entsprechenden Registry-Zweige in Regedit geladen. Überraschung! Es existieren keine Macromedia-Zweige. Seltsam. Also die vorletzte Sicherung geladen. Dort sind die Zweige vollständig enthalten. Prima! Ich exportierte also beide Zweige und korrigierte mit Notepad2 die Namen der Zweige in der erzeugten .REG-Datei. Zuletzt importierte ich die Zweige mittels Doppelklick auf die .REG-Datei an die richtige Stelle im Live-System. Et voilà! Dreamweaver läuft wieder.

Ich versuchte mich nun zu erinnern, was ich alles vor der letzten, offenbar "unvollständigen", Datensicherung am System verändert hatte. – Richtig! Da war doch letztens (8. Dezember 2020) ein Update des Adobe Flash Players. Ich verwende seit Jahren folgende Batchdatei für den Update-Vorgang:

start /wait uninstall_flash_player.exe -uninstall
rd /q /s "%windir%\System32\Macromed\Flash\"
rd /q /s "%windir%\SysWOW64\Macromed\Flash\"
rd /q /s "%APPDATA%\Adobe\Flash Player\"
rd /q /s "%APPDATA%\Macromedia\Flash Player\"
start /wait install_flash_player_ax.exe -install
start /wait install_flash_player.exe -install
if (%PROCESSOR_ARCHITECTURE%) == (x86) (
  if exist "%windir%\System32\Macromed\Flash\" (
    "%windir%\System32\Macromed\Flash\FlashPlayerUpdateService.exe" -uninstall
    > "%windir%\System32\Macromed\Flash\mms.cfg" echo AutoUpdateDisable=1
    >> "%windir%\System32\Macromed\Flash\mms.cfg" echo SilentAutoUpdateEnable=0
  )
)
if (%PROCESSOR_ARCHITECTURE%) == (AMD64) (
  if exist "%windir%\SysWOW64\Macromed\Flash\" (
    "%windir%\SysWOW64\Macromed\Flash\FlashPlayerUpdateService.exe" -uninstall
    > "%windir%\SysWOW64\Macromed\Flash\mms.cfg" echo AutoUpdateDisable=1
    >> "%windir%\SysWOW64\Macromed\Flash\mms.cfg" echo SilentAutoUpdateEnable=0
  )
)
REM start /wait http://www.adobe.com/software/flash/about/
pause

Welcher der Befehle ist nun schuld? Es ist gleich der erste: uninstall_flash_player.exe -uninstall. In Version 32.0.0.468 entfernt dieser reproduzierbar die o. g. Registry-Zweige. Ich kann nur vermuten, dass das mit dem angekündigten Support-Ende für den Flash Player am 31. Dezember 2020 zusammenhängt.

Es war gut, dass ich (mehr als) eine (einzige) Datensicherung hatte. – Und wann habt ihr zuletzt eine Datensicherung vorgenommen? Und wann habt ihr zuletzt geprüft, dass ihr daraus auch etwas wiederherstellen könnt?